Europa hat uns wieder

Vigo – Galicia Wir fahren mit der Albatros durcheine wunderschöne Landschaft ..... Vigo liegt an der Ria von Vigo, einer Art Fjord. Das Wetter ist sensationell gut: blauer Himmel, Sonne, 20 °C und eine ganz sanfte Briese .... dabei ist das hier ein absolutes Regenloch im Frühjahr!!! Vigo ist einer der wichtigsten Häfen der EU, DER wichtigste Fischereihafen. Wir kommen an eigenartigen Holzplattformen vorbei, daran hängen Seile mit Miesmuscheln, die hier in den Rias gezüchtet werden. Etwa 500 000 Menschen leben im Grossraum Vigo, hauptsäcjhlich von der Fischindustrie, dem Fahrzeugbau (Peugeot/Citroen) hat hier ein Werk und der Bekleidungsindustrie ... u.a. Zara stammt von hier (nach GAP und vor H&M die Nummer 2 weltweit!). Dazu kommt der Export von Granit, nach China die Nummer 2 weltweit .... Obwohl Galicia wunderschön ist, spielt der Tourismus hier nicht so eine grosse Rolle. Im Gegensatz zu Südspanien ist diese Gegend hier keltisch beeinflusst, hier gab es nie Araber. Es war aber immer eine sehr arme Gegend mit vielen Auswanderern. Z.B. iste eine Familie Castro nach Cuba ausgewandert, die Enkel sind dort schon lange an der macht. Und ddie grösste galzische Stadt ist Buenos Aires ... etwa 2 Millionen der Einwohner stammen aus dieser Gegend! Der Wortstamm „Gal“ in Portugal ist der Gleiche, der auch in Galicia auftaucht (ist keltisch, ich habe aber die Bedeutung vergessen. Hier herrscht auch immer noch das Matriarchat, erklärt uns der Guide, ein mildes Klima (12 ° in Winter und 24 ° im Sommer) ...und: Galicia ist das Paradies !!! Ausflug nach Tui Da ich Santiago schon kenne, entscheide ich mich für Tui – als Hannoveranerin will ich wissen, was dahinter steckt! Es ist nur ein Bus, dafür bekommen wir gleich 2 Guides – beide haben lange in Deutschland gelebt und sprechen fantastisch Deutsch (wie übrigens, bis auf 2 Ausnahmen, ALLE Guides der Reise!). Das ist sehr praktisch, wir werden dann später geteilt und sind überschaubare Grüppchen. Zuerst fahren wir zu einem Aussichtspunkt, Vigo und seine Ria liegen uns zu Füssen! Bei dem tollen Wetter ist prima Fernsicht, viele Segelboote tummeln sich, die Landschaft ist wundebar! Dazu Blumen über Blumen um uns herum: Camelien, Magnolien, Azaleen, Rhododendren .... die Hortensien sind noch nicht so weit. Wir fahren eine knappe halbe Stunde nach Tui, ein mittelalterliches Städtchen, dass auf einem Hügel über dem Minho-Fluss thront. Das ist der Grenzfluss zu Portugal, genau gegenüber, am anderen Ende der Brück thront ein weiters Städtchen, Valenca auf der portugiesischen Seite. Wir machen einen Spaziergang mit Erklärungen und enden in der Kathedrale (eine von 5 in Galicia), es war mal eine ‚Wehrkirche’ – die Fenster sind nur schmale Schlitze, die als Schiessscharten genutzt wurden. Dazu gibt es oben Zinnen wie auf einer Stadtmauer oder Burg. Dann geht es zu einer Weinprobe in einen Parador Nacional, das ist eine staatliche Hotelkette, deren Hotels sich in alten Gemäuern wie Burgen, Schlössern, Herrenhäusern, etc einquartiert haben. Es ist fast immer eiene pitoreske Architektur mit sehr oft atemberaubenden Ausblicken. Hier befinden wir uns hoch über dem Minho mit weitem Blick nach Portugal hinein. Wunderbarer Sonnenuntergang Bevor ich wieder an Bord gehe, durchstreife ich noch das risige Shoppingcenter im Hafen, direkt vor der Albatros – Media Markt ist hier der Platzhirsch. Ich suche eine Farmacia. Mein Husten wird immer lästiger, ich kann gar nicht so schnell lutschen, wie ich huste ... Leider kaufe ich nur einen Hustensaft und 2 Grosspackungen Hustenbonbons ...... Hustenblocker wäre es gewesen, aber das merke ich erst in der Nacht!!! Als ich an Bord komme, gehe ich sofort hoch aufs Lidodeck: die Sonne versinkt gerade glutrot hinter den Hügeln der Ria, davor tummeln sich die Segelschiffe .... In der Biskaya Morgens trödele ich herum und lese die letzten mitgebrachten alten Zeitschriften (Spiegel vom Sommer 2008!!!). Ich lümmele mich auf dem Bett und geniesse das sanfte Schaukeln des Schiffes. Kurz vor 10 meldet sich dann aber doch mein Magen und ich habe die glorreiche Idee, mir ein Brötchen und Kaffee von Buffet im Speisesaal in die Kabine zu holen. Nanü, im Treppenhaus hängen an den Geländern kleine Taschen mit Kotztüten ... Ja, doch, so beim Treppensteigen bemerke ich eine völlig andere Schiffsbewegung, das rollt grossräumig von rechts nach links und wieder zurück. Wir haben Windstärke 5 – 6, d.h. Wind weht fast keiner, es ist die Atlantikdünung die wir hier kreuzen. Es wird hier auch mit Seestärke angegeben. Wir befinden uns jetzt mittig zwischen Kap Finisterre und Brest! Wolkenloser Himmel, ein Hochdruckgebiet ... besser hätten wir es hier nicht treffen können! Ok, ich häufele mir Köstlichkeiten auf meinen Teller, Loreto, der Kellner, kommt mir zur Hilfe und packt alles auf ein kleines Tablett, dazu ein Kännchen Kaffee, ein kleines Kännchen Milch und eine Tasse. Fein ... auf der Treppe merke ich plötzlich, dass mir eine 3. Hand fehlt!!! Ich muss mich dringend am Geländer festhalten und ganz ganz vorsichtig einen Fuss vor den anderen setzen. Aber das Tablett !!! .... ich habe es hingekriegt!!!! Ich habe dann meine Finger der anderen Hand weit gespreizt und das Tablett darauf positioniert  War irgendwie eine blöde Idee das Ganze in der Biskaya zu veranstalten .... Kurz bevor ich zu meiner Kabine abbiege, sehe ich Mario, den Kabinensteward .... gottseidank, ich war gerade am Überlegen, wie ich jetzt meine Kabinentür aufkriege .... Friseur, Computerkurs Um 14.00 h ist mein Friseur-Termin, ich bin ja schon ein paar Tage unterwegs und mein Scheitel ist inzwischen ziemlich breit geworden ... Ein bisschen Farbe wäre nicht schlecht! ...... Gut 2 Stunden später sehe ich sehr viel besser aus .... ich mache gleich mal Portraits von mir mit meiner Kamera – einfach vor die Nase halten und knipsen! Ich setze mal meine Ersatzbrille auf ,,,, die Fotos werden nach einigen Versuchen ziemlich gut! So, jetzt aber los zum Computerkurs. Heute übertragen Fotos in Word und machen mit Hilfe von Wordart, Clipart und Sprechblasen Glückwunschkarten usw. Dann mache ich mich noch hübscher – sprich Abendgarderobe! Abschiedsessen mit Kapitän Die Albatros hat jetzt Brest passiert und fährt in den „Trichter“ des Ärmelkanals ein, hier in Brest werden die Schiffe „sortiert“, damit an der schmalsten Stelle zwischen Calais und Dover alles reibungslos läuft. Der Kapitän und der Kreuzfahrt-Direktor haben zum Abschieds-Cocktail geladen. Wir werden u.a. über die Entscheidung von Phoenix informiert, dass jedem Gast auf der Albatros 2 Tagessätze in bar (oder 4 Tagessätze als Gutschein) erstattet werden! Durch den Brand sind ja 2 Häfen nicht angelaufen worden. Ausserdem wir aufgezählt, was alles so vertilgt wurde .... z.B. (Kapstadt-Amsterdam) 15 000 Eier und 9 000 Liter Tischwein! Das Reiseteam hatte etwa 4 000 Ausflugsgäste in über 800 Bussen zu bewältigen. Danach schlemmen wir beim Galadiner Hummer. Wir fotografieren uns an unserem Tisch ausgiebig, wer weis, ob wir noch mal zusammen kommen .... Ganz in Traumschiff-Manier werden die Eisbomben mit einer feierlichen Wunderkerzen/Lichterparade (es ist abgedunkelt) durch das Restaurant getragen ..... ------------ Mein Husten hat inzwischen indische Verhältnisse erreicht, ich stehe um 1.30 h auf und fange am PC an zu arbeiten, liegen ist unmöglich geworden .... Von der Jumbo-Packung Tempo-Taschentücher, die im Fracht-Koffer nach Kapstadt waren sind noch 4 Päckchen da – DIESE Planung war optimal! Was kommt noch: Packen (au weia), Der Film ‚Windstärke 8’, ein Auswandererschiff um 1850 (eine Dokumentation), wir haben ein Ehepaar an Bord, die dort mitgefahren sind und das für uns kommentieren! Dienstag früh um ca. 9.00 h Ankunft Amsterdam ... spätestens von dort melde ich mich dann aus einem Internettcafe!

16.3.09 08:55

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