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die Insel Rodrgues

Sanfte Huegel und weisse Straende, gruene Wiesen und tropische Vegetation, glasklares Wasser und saubere Luft ... so kann man Rodrigues beschreiben. Hier scheint die Zeit fast stehengeblieben zu sein. Urspruengliche Doerfer, authentisches Inselleben, weitgehend unberuehrte Straende, viel Ruhe und Frieden, sowie freundliche Menschen erwarten sie hier.

 

Die Schwesterinsel von Mauritius ist ein Juwel im Indischen Ozean, sie liegt etwa 550 km nordoestlich von Mauritius (in Richtung Australien). Rodrigues ist die kleinste Insel der Inselgruppe der Maskarenen; Reunion - die Dritte im Bunde – ist nur etwa 160 km entfernt (gehoert zu EU! Da franzoesisches Territorium wie Martinique und Guadaloupe).

 

Rodrigues ist stolze 18 km lang, 8 km breit und hat eine Fläche von 108 qkm. Ihre Form erinnert ein wenig an einen dicken, gemuetlichen Fisch. Ihren Namen verdankt die Insel dem europaeischen Entdecker Diego Rodrigues, der im Jahre 1528 hier ankerte.

 

Ein zerkluefteter Gebirgskamm, von dem viele kleine Taeler bis ins Kuestenflachland abfallen, durchzieht die Insel. Die Lagune an der Suedwestkueste ist fast doppelt so gross, wie die Insel selbst. 17 kleine Inseln umgeben Rodrigues, einige von ihnen stehen unter Naturschutz, sie sind ein unberuehrtes Vogelparadies..

1 Kommentar 1.2.09 10:43, kommentieren



Nachtrag

gestern gab es keine Verbindung, jetzt uebertrage ich den Text aus dem PC, sortiert wird irgendwann mal spaeter (also jetzt noch etwas ueber den Flug hierher) 

Ausserdem ist die Verbindung (kein WLan) aufreizend langsam, ein Modem waehlt sich irgendwo ein ... Aber immerhin hat der PC auch Windows XP ... da fuehle ich mich schon fast wie zuhause  :-))

1.2.09 10:45, kommentieren

Flug nach Rodrigues

Das Taxi faehrt durch ausgedehnte Zuckerrohrfelder, es sind nur 8 km bis zum Flughafen. Mein indischer Fahrer (die Familien stammen fast alle aus Bihar) ist ganz Geschaeftsmann und will mich am Montag abend wieder abholen – warum nicht, er ist sehr nett. Uebrigens sind hier alle, wirklich alle Leute relaxed unf freundlich! Das Check-in verläuft ganz schnell, die Jumbos nach Paris und London sind schon weg! Der Wartesaal fuellt sich: junge Maedchen im Punjabi Dress oder Jeans und Top, indische Geschaeftsleute mit kurzaermeligen Hemden und Schlips – penibel gebuegelt – die Fussball-Nationalmannschaft der Seychellen, lauter knackige, braune Kerls in himmelblauen Trainingsanzuegen. Im Konterast dazu wuerdige Herren mit Vollbart und cremefarbenen Walle-Walle-Gewaendern (Dishdashas), begleitet von schwar verschleierten Damen. Es fliegen mehrere pechschwarze Nonnen in blau-weisser Tracht (wie Mutter Theresa) mit, Muetter mit entzueckenden Babies, alle Schattierungen von zart gebraeunt bis dunkelschwarz! Ausser mir gibt es nur etwa 6 weitere Touristen. Wahrlich ein buntes Voelkchen. Der Blick durch die Panoramascheiben ueber das Vorfeld, die Bucht, die tropische Vegetation und die schroffen Berge im Hintergrund ist atemberaubend! Die ATR 72 hat Ledersitze, ich habe einen Fensterplatz und schaue nach dem Start auf das Korallenriff. Serviert werden Fischbroetchen und mehrfach Getraenke. Der Flug dauert 90 Minuten und der Landeanflug ueber die Ile de Coco, das Riff und die Lagune ist toll. Der Flughafen ist klein aber fein.

Transfer

Ich habe nur Handgepäck bei mir und betrete als erste die Halle – aha – mehrere Herren mit Namensschildern. Meiner ist nicht dabei, aber ich glaube ich hatte gar keinen Transfer gebucht. Einer der Herren fragt nach meinem Hotel – Mourouk Ebony – ja, draussen steht der Hotel-Minibus. Er bringt mich schnell raus und liefert mich beim Fahrer ab. Der laesst sich meinen Hotelvoucher zeigen und ich darf einsteigen. Es ist ein aelteres Toyota-Modell. Im Innern empfaengt mich ein Schild in deutsch: NICHT DEN KOPF ODER DIE HAENDE AUS DIESEM FENSTER STECKEN! Das hatte ich auch nicht vor .... Die Fahrt ueber die Insel dauert etwa 30 Minuten, Rodrigues ist sehr laendlich und immer mal wieder tauchen einzelne Kuehe oder Ziegen am Wegesrande auf. Hier im Sueden der Insel ist es relativ trocken. Irge4ndwann biegen wir von den Hauptstrasse ab und fahren in sanften Serpentinen den Bergruecken hinab – der Blick ist atemberaubend: blitzeblauer Himmel mit einigen weissen Schaefchenwoelkchen, samtig-dunkelblaues Meer, kleine weisse Schaumkroenchen, die sich am aeusseren Rich brechen. Dann die weite Lagune in allen Schattierungen von tuerkis bis zu hellblau und milchig-weiss! Ein geschwungenes dunkelblaues Band laesst die natuerliche Fahrtrinne erkenne. Wenige kleine Inselchen sind dazwischen getreut. Dazu rechts und links die sattgruene tropische Vegetation, einige kleine Gehoefte an den Haengen. Da, ganz in der Ferne an einer Bucht – unverkennbar – das muss mein Hotel sein (es soll nur 3 Hotels aus der Insel geben). Eine lange Reihe von Bungalows mit knallroten Daechern. Wir kommen an der Kueste untern an und fahren entlang einem Mangrovenwaeldches bis zur Hotel-Anlage.

1.2.09 10:49, kommentieren

... alle Voeglein sind scho-hon da

Als ich zum Fruehstueck komme, tummelt sich ein ganzer Schwarm Spatzen (oder Darwin-Finken?) am Ueberlauf des Pools, sie sind bei der Morgentoilette und plantschen, dass es nur so spritzt!

 

Ich stuerze mich erst einmal auf die Fruechteplatte: Ananas, Papaya, 2 Sorten Melonen – alles in liebevollen Haeppchen. Eine Banana lasse ich fuers Mittagessen mitgehen, des gleichen das gekochte Ei! Hier ist ueberall Halbpension, das bedeutet: abends ein Menue. Aaaaber, ich habe vorgesorgt und eine Packung gutes deutsches Vollkornbrot dabei! Mal sehen, wie weit ich damit komme, denn es schimmelt schnell bei diesem Klima. Zum Fruehstueck gibt es davon auch ein Scheibchen, mit Kaese belegt. Die Spatzenschar ist inzwischen umgesiedelt, der Pool wird gesaeubert. Nun sitzen sie auf dem Baum vorm Restaurant, auf den Stuhllehnen und huepfen auf dem Boden ... sie harren der Kruemel, die kommen koennten – und sie wissen genau wer Tourist ist – und wer hier arbeitet. Ein neugieriges Huhn mischt sich unauffaellig darunter, es hatte mich heute frueh schon auf meiner Terrasse begruesst, als ich die Tuer aufmachte. Ach ja, das Porzellan ist ‚Royal Thai’ ... 

 

Mist, jetzt habe ich mit dem Joghurt auf mein frisches Oberteil gekleckert ... also noch mal umziehen! Gleich geht es zum Wochenmarkt in die Hauptstadt.

 

 

Markttag in Port Mathurin

 

Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten, ich bekomme gezeigt, wo der Markt ist und ich soll in 3 Stunden wieder hier sein ... Ok – dann will ich mal.

 

Etwa 10.000 Menschen wohnen in der Insel-Metropole (40.000 Einwohner hat Rodrigues), alles ist recht vertraeumt, auch der Markt: ein paar Souvenirstaende mit geflochtenen Koerbchen, Taschen, Blumenampeln auf Raffian, Aloe, Bambus und anderen Pflanzen. Dazu gehaekelten Pueppchen; Schmuckstuecke aus Kokosnussschalen,Tiere aus Muscheln zusammengeklebt, Strohhuete – jau – einer davon ist jetzt meiner!!! Wenig Obst und Gemuese, ziemlich mikrig verglichen mit anderen Maerkten! Trockenfisch, Pickels und eingelegte kleine, gruene Chilischoten; scharfe Chutneys, sehr viele Glaeser mit bernsteindarbigem Honig (ist beruehmt, der Inselhonig), Plastikzeugs in grellen Farben, kleine Mandelkuchen (nein – ich habe mich zurueckgehalten) .... irgendwie ist das schon alles. Ach ja, 3 Schlachthaeuschen – eins fuer  Rind, eins fuer Schwein und eins fuer Schaf & Ziege stehen noch in der Mitte.

 

Jeden Samstag findet der groesste Markt der Insel in Port Mathurin statt.

Von ueberall kommen die Einheimischen, um ihre handgefertigten und hausgemachten Produkte anzubieten – sagt der Reisefueher – stimmt!

 

Ich schaue mir die Leute an, die Kaeufer und die Verkaeufer,  es sind sehr eigenwillige Typen darunter. Touristen sehe ich fast gar keine. Dann bummle ich durch die Stadt, die einzige Stadt auf Rodrigues. Sie besteht aus fuenf wie mit dem Lineal gezogenen Laengs- und genau sovielen Querstrassen. 2 kleine Kirchen und eine Moschee entdecke ich, ein zentraler Strassenblock ist als Park angelegt, mit dem typische, englischen Pavillon in der Mitte – dort spielte frueher die Kolonialband auf. Genau solche Pavillipns kenne ich schon aus Victoria (Mahe/Seychellen und Halifax/Nove Scotia!). Hier ist auch der Busbahnhof – es fahren quitsche-pinkfarbene Busse hier ab, hier werde ich dann auch wieder abgeholt.

 

Den Nachmittag verbringe ich bei eines Strandspaziergang und im und am Pool ... 2 Buecher habe ich schon durch!!!  Heute abend wieder ein dramatischer Sonnenuntergang,  dazu ein leckeres Dinner-Buffet!

 

 

Ambiente Tropical

 

Das ist der Name der Gruppe, die danach aufspielt, samt Tanzvorfuehrung. SEGA sind die Klaenge der Inseln ... Bunt und mit viel Temprament geht es zu. 

1 Kommentar 1.2.09 10:54, kommentieren

Sonntag

Heute nacht haben mich ein paar Muecken geaergert!!! Immer im Tiefflug sirrend ueber meinem Kopf  :-(  Ein paar Quaddeln hab ich auch  .....

Ich werde wach und schaue auf die Uhr:  09.20 h ... jetzt aber hurtig, sonst gibt es kein Fruehstueck mehr :-))

Leider habe ich den Kirchgang verpasst, es wurde um 08.30 h ein Transport vom Hotel dorthin angeboten - naja -

Dafuer mache ich es mir mit meinem Mini auf einer Liege am Pool gemuetlich !!! Der Text oben ist dabei entstanden ... toll diese Technik, wenn man sie dann durchschust :-))

Ich bin auch jeden abend ganz brav und folge Dianas Vorbild: die Fotos des Tages werden vom Chip in den PC uebertragen!!!Aber dafuer habe ich auch eine dicke Tasche Technik bei mir: Ladegeraete, Adapter, Funkmaus und Ersatzmaus ....  puuuh

 

1.2.09 11:00, kommentieren

Von Rodrigues nach Mauritius

Inselrundfahrt Rodrigues

 

So, jetzt habe ich gefruehstueckt und gepackt, ich muss um 16.00 h am Airport sein. Da mache ich doch einen Super-Transfer draus  J  Ich habe eine Liste aller Punkte erstellt, die mich auf der Insel noch interessieren wuerden ...

 

Mehrere Fotostops, die Kirche Saint Gabriel – riesig fuer diese Insel. Den Ausguck vom Mt. Limon, dem hoechsten Punkt der Insel mit knapp 400 m scheke ich mir, in der schwuelen Hitze kraxele ich da nicht hinauf! Wir fahren entlang der ‚Anse aux Anglais’, ich sehe 2 weitere Hotels ... tja, ganz huebsch, aber ...

 

Jetzt geht es entlang der Kuestenstrasse nach Suedwesten, zum alten Korallen-Steinbruch. In der Bucht sind Fischer beim Oktopus aufspiessen, die werden nicht gefischt oder geangelt. Letzter Punkt, ganz Nah am Flughafen eine Zuchtstation fuer die fast ausgestorbenen Aldabra-Schildkroeten. Ich glaube, der Bestand ist gesichert, sie haben hier ueber 200 Babies und Jungtiere.

 

 

 

Flug nach Mauritius zurueck

 

In der kleinen Abflughalle setzt sich hoch beglueckt  mein Sitznachbar vom Herflug neben mich, der Inder ... Er schiebt mir 20 Euro ueber den Tisch und fragt, ob ich nach der Ankunft fuer ihn im Duty-Free-Shop  eine Flasche Baileys und 2 Grosspackungen Bounty kaufe, es gelten wohl fuer Auslaender andere Preise als fuer Einheimische ... warum nicht. Unser  Flieger landet nach 90 Minuten und kommt direkt neben einem TUI-Jumbo zu stehen, Corsair-fly, ich wusste gar nicht, dass die Tui auch Jumbos hat!!!

 

Ich erledige meinen Auftrag und der Inder strahlt ueber das ganze Gesicht, seine Familie wartet draussen auf ihn und ist hochbeglueckt. Mein Taxi-Inder wartet auf mich und wir fqahren ‚Koffer holen’ im Le Preskil und dann eine Stunde ueber die Insel nach Flic en Flac, so heisst der Ort, wo sich mein naechstes Hotel befindet. Es ist 19.30 h als wir ueber einen Huegel kommen .... ein zauberhafter Sonnenuntergang, besonders von hier oben. Der Taxifahrer meint, man kaeme von der ganzen Insel hierher zum Sonnenuntergang  ...  Oh ja ... inzwischen weis ich auch, wie man das mit meiner Kamera macht!

 

Im Hotel La Pirogue schickt man mich erst einmal zum Dinner-Buffett, alles vom Feinsten ... danach ein wenig Papierkrieg und dann werde ich mit einem kleinen Elektrokarren samt Gepaeck zu meiner Cabana/Huette gefahren – es ist eine riesige Anlage. Dann schmeisse ich mich erst mal erledigt aufs Bett und ... schaue im TV Euronews auf Deutsch.

 

 

La Pirogue

 

Ich habe ganz tief und fest 9 Stunden geschlafen und fuehle mich wie neu geboren! Draussen zwitschern die Voegel, ich oeffne die Tuer, es kommt noch angenehm kuehle Luft herein, wie schoen. Auf dem Weg zum Fruehstueck – eine Langstrecken-Wanderung von bestimmt 400 m fallen mir die Gaertner auf, die diesen tollen tropischen Garten in Schuss halten, besonders die Kokosnuesse ueber den Wegen werden gekappt, nicht dass es hier noch zu booeesen Unfaellen kommt ...

 

Zuerst hole ich mir die ‚Deutsche Rundschau’, es gibt auch Blätter in mehreren anderen Sprachen. Es sind 4 bedruckte DinA4 Seiten vom Nachrichtendienst Headland-OnBoard und Hotel Newspaper. Dieser Dienst ist fuer 30 Laender in mehr als 11 Sprqachen erhaeltlich  und  wird taeglich ueber Email oder Sattelit uebermittelt .. toll!  Ich probiere mal Tamarindensaft, lecker. Alles was das Herz begehrt gibt es am Buffett ...  Aber um 11.00 h gehe ich ganz tapfer zum Aquagym – hach, was fuer ein goettlicher Beachboy tobt sich da vor uns aus  J  Ich platziere mich im  Schatten einer Palme und  versuche nachzumachen. Er gibt gekonnt Anweisungen auf Englisch/Franzoesisch/Deutsch/Italienisch  ...  seine Fangemeinde ist    auf 15 Maedels angewachsen. Bei wummernden Technobeats animiert er fleissig weiter, jeden, der am Pool vorbeilaeuft.

Das La Pirogue wurde 1976 erbaut und seitdem mehrfach vergroessert und renovert. Hier  kuemmern sich sage und schreibe 500 Angestellte um das Wohl der Gaeste! Ich verbringe einen ziemlich faulen Tag in dieser schoenen Hotelanlage.

 

Beim sounsovielten Anschaues meiner Fotos auf dem Kamera-Display komme ich aus Versehen an den falschen Schalter und entdecke eine neue Funktion: 4x und 8 x vergroessern!! Ich habe gestern 2 Fledermaeuse kopfueber ganz weit weg haengend geknipst, mit meinem 280 Zoom durchaus zu erkennen. Aber mit der 4 fach Vergroesserung erkennt man sogar das Gesicht dieser Fledermaus !!!!

 

So, jetzt muss ich aber ganz schnell Schluss machen, gleich gibt es Sonnenuntergang  J

1 Kommentar 3.2.09 14:05, kommentieren

immer wieder spannend, die Technik !!!

Bin hier wieder nicht ins WLan Netz gekommen, aber per USA Stick ... ob ich wohl noch zum Experten werde???

Morgen habe ich fuer den ganzen Tag ein Hotel-Auto und mache die grosse Inselrundfahrt, Donnerstag ist mein Transfer zum Airport schon um 05.30 h frueh (baeeee) - es geht dann nach Kapstadt. Mal sehen, wann ich wieder Zeit fuers Internet finde, also am Besten, am Freitag oder so mal wieder reinschauen.

Ich habe eben gerade 2 Angestellte belauscht, ich glaube, ein Zyclon ist im Anmarsch ... 

so gTaxi mit

1 Kommentar 3.2.09 14:09, kommentieren