Europa hat uns wieder

Vigo – Galicia Wir fahren mit der Albatros durcheine wunderschöne Landschaft ..... Vigo liegt an der Ria von Vigo, einer Art Fjord. Das Wetter ist sensationell gut: blauer Himmel, Sonne, 20 °C und eine ganz sanfte Briese .... dabei ist das hier ein absolutes Regenloch im Frühjahr!!! Vigo ist einer der wichtigsten Häfen der EU, DER wichtigste Fischereihafen. Wir kommen an eigenartigen Holzplattformen vorbei, daran hängen Seile mit Miesmuscheln, die hier in den Rias gezüchtet werden. Etwa 500 000 Menschen leben im Grossraum Vigo, hauptsäcjhlich von der Fischindustrie, dem Fahrzeugbau (Peugeot/Citroen) hat hier ein Werk und der Bekleidungsindustrie ... u.a. Zara stammt von hier (nach GAP und vor H&M die Nummer 2 weltweit!). Dazu kommt der Export von Granit, nach China die Nummer 2 weltweit .... Obwohl Galicia wunderschön ist, spielt der Tourismus hier nicht so eine grosse Rolle. Im Gegensatz zu Südspanien ist diese Gegend hier keltisch beeinflusst, hier gab es nie Araber. Es war aber immer eine sehr arme Gegend mit vielen Auswanderern. Z.B. iste eine Familie Castro nach Cuba ausgewandert, die Enkel sind dort schon lange an der macht. Und ddie grösste galzische Stadt ist Buenos Aires ... etwa 2 Millionen der Einwohner stammen aus dieser Gegend! Der Wortstamm „Gal“ in Portugal ist der Gleiche, der auch in Galicia auftaucht (ist keltisch, ich habe aber die Bedeutung vergessen. Hier herrscht auch immer noch das Matriarchat, erklärt uns der Guide, ein mildes Klima (12 ° in Winter und 24 ° im Sommer) ...und: Galicia ist das Paradies !!! Ausflug nach Tui Da ich Santiago schon kenne, entscheide ich mich für Tui – als Hannoveranerin will ich wissen, was dahinter steckt! Es ist nur ein Bus, dafür bekommen wir gleich 2 Guides – beide haben lange in Deutschland gelebt und sprechen fantastisch Deutsch (wie übrigens, bis auf 2 Ausnahmen, ALLE Guides der Reise!). Das ist sehr praktisch, wir werden dann später geteilt und sind überschaubare Grüppchen. Zuerst fahren wir zu einem Aussichtspunkt, Vigo und seine Ria liegen uns zu Füssen! Bei dem tollen Wetter ist prima Fernsicht, viele Segelboote tummeln sich, die Landschaft ist wundebar! Dazu Blumen über Blumen um uns herum: Camelien, Magnolien, Azaleen, Rhododendren .... die Hortensien sind noch nicht so weit. Wir fahren eine knappe halbe Stunde nach Tui, ein mittelalterliches Städtchen, dass auf einem Hügel über dem Minho-Fluss thront. Das ist der Grenzfluss zu Portugal, genau gegenüber, am anderen Ende der Brück thront ein weiters Städtchen, Valenca auf der portugiesischen Seite. Wir machen einen Spaziergang mit Erklärungen und enden in der Kathedrale (eine von 5 in Galicia), es war mal eine ‚Wehrkirche’ – die Fenster sind nur schmale Schlitze, die als Schiessscharten genutzt wurden. Dazu gibt es oben Zinnen wie auf einer Stadtmauer oder Burg. Dann geht es zu einer Weinprobe in einen Parador Nacional, das ist eine staatliche Hotelkette, deren Hotels sich in alten Gemäuern wie Burgen, Schlössern, Herrenhäusern, etc einquartiert haben. Es ist fast immer eiene pitoreske Architektur mit sehr oft atemberaubenden Ausblicken. Hier befinden wir uns hoch über dem Minho mit weitem Blick nach Portugal hinein. Wunderbarer Sonnenuntergang Bevor ich wieder an Bord gehe, durchstreife ich noch das risige Shoppingcenter im Hafen, direkt vor der Albatros – Media Markt ist hier der Platzhirsch. Ich suche eine Farmacia. Mein Husten wird immer lästiger, ich kann gar nicht so schnell lutschen, wie ich huste ... Leider kaufe ich nur einen Hustensaft und 2 Grosspackungen Hustenbonbons ...... Hustenblocker wäre es gewesen, aber das merke ich erst in der Nacht!!! Als ich an Bord komme, gehe ich sofort hoch aufs Lidodeck: die Sonne versinkt gerade glutrot hinter den Hügeln der Ria, davor tummeln sich die Segelschiffe .... In der Biskaya Morgens trödele ich herum und lese die letzten mitgebrachten alten Zeitschriften (Spiegel vom Sommer 2008!!!). Ich lümmele mich auf dem Bett und geniesse das sanfte Schaukeln des Schiffes. Kurz vor 10 meldet sich dann aber doch mein Magen und ich habe die glorreiche Idee, mir ein Brötchen und Kaffee von Buffet im Speisesaal in die Kabine zu holen. Nanü, im Treppenhaus hängen an den Geländern kleine Taschen mit Kotztüten ... Ja, doch, so beim Treppensteigen bemerke ich eine völlig andere Schiffsbewegung, das rollt grossräumig von rechts nach links und wieder zurück. Wir haben Windstärke 5 – 6, d.h. Wind weht fast keiner, es ist die Atlantikdünung die wir hier kreuzen. Es wird hier auch mit Seestärke angegeben. Wir befinden uns jetzt mittig zwischen Kap Finisterre und Brest! Wolkenloser Himmel, ein Hochdruckgebiet ... besser hätten wir es hier nicht treffen können! Ok, ich häufele mir Köstlichkeiten auf meinen Teller, Loreto, der Kellner, kommt mir zur Hilfe und packt alles auf ein kleines Tablett, dazu ein Kännchen Kaffee, ein kleines Kännchen Milch und eine Tasse. Fein ... auf der Treppe merke ich plötzlich, dass mir eine 3. Hand fehlt!!! Ich muss mich dringend am Geländer festhalten und ganz ganz vorsichtig einen Fuss vor den anderen setzen. Aber das Tablett !!! .... ich habe es hingekriegt!!!! Ich habe dann meine Finger der anderen Hand weit gespreizt und das Tablett darauf positioniert  War irgendwie eine blöde Idee das Ganze in der Biskaya zu veranstalten .... Kurz bevor ich zu meiner Kabine abbiege, sehe ich Mario, den Kabinensteward .... gottseidank, ich war gerade am Überlegen, wie ich jetzt meine Kabinentür aufkriege .... Friseur, Computerkurs Um 14.00 h ist mein Friseur-Termin, ich bin ja schon ein paar Tage unterwegs und mein Scheitel ist inzwischen ziemlich breit geworden ... Ein bisschen Farbe wäre nicht schlecht! ...... Gut 2 Stunden später sehe ich sehr viel besser aus .... ich mache gleich mal Portraits von mir mit meiner Kamera – einfach vor die Nase halten und knipsen! Ich setze mal meine Ersatzbrille auf ,,,, die Fotos werden nach einigen Versuchen ziemlich gut! So, jetzt aber los zum Computerkurs. Heute übertragen Fotos in Word und machen mit Hilfe von Wordart, Clipart und Sprechblasen Glückwunschkarten usw. Dann mache ich mich noch hübscher – sprich Abendgarderobe! Abschiedsessen mit Kapitän Die Albatros hat jetzt Brest passiert und fährt in den „Trichter“ des Ärmelkanals ein, hier in Brest werden die Schiffe „sortiert“, damit an der schmalsten Stelle zwischen Calais und Dover alles reibungslos läuft. Der Kapitän und der Kreuzfahrt-Direktor haben zum Abschieds-Cocktail geladen. Wir werden u.a. über die Entscheidung von Phoenix informiert, dass jedem Gast auf der Albatros 2 Tagessätze in bar (oder 4 Tagessätze als Gutschein) erstattet werden! Durch den Brand sind ja 2 Häfen nicht angelaufen worden. Ausserdem wir aufgezählt, was alles so vertilgt wurde .... z.B. (Kapstadt-Amsterdam) 15 000 Eier und 9 000 Liter Tischwein! Das Reiseteam hatte etwa 4 000 Ausflugsgäste in über 800 Bussen zu bewältigen. Danach schlemmen wir beim Galadiner Hummer. Wir fotografieren uns an unserem Tisch ausgiebig, wer weis, ob wir noch mal zusammen kommen .... Ganz in Traumschiff-Manier werden die Eisbomben mit einer feierlichen Wunderkerzen/Lichterparade (es ist abgedunkelt) durch das Restaurant getragen ..... ------------ Mein Husten hat inzwischen indische Verhältnisse erreicht, ich stehe um 1.30 h auf und fange am PC an zu arbeiten, liegen ist unmöglich geworden .... Von der Jumbo-Packung Tempo-Taschentücher, die im Fracht-Koffer nach Kapstadt waren sind noch 4 Päckchen da – DIESE Planung war optimal! Was kommt noch: Packen (au weia), Der Film ‚Windstärke 8’, ein Auswandererschiff um 1850 (eine Dokumentation), wir haben ein Ehepaar an Bord, die dort mitgefahren sind und das für uns kommentieren! Dienstag früh um ca. 9.00 h Ankunft Amsterdam ... spätestens von dort melde ich mich dann aus einem Internettcafe!

1 Kommentar 16.3.09 08:55, kommentieren

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Ein echter Seebaer erzaehlt

... 2 x habe ic ihm jetzt zugehoert, der Text folgt

War hochinteressant,

Uebrigens ... mit meinem Seebaer ...

das ist im April 4 Jahre her  ...

 

14.3.09 11:26, kommentieren

die letzten Tage

Grosser Frust

 

In Dakar hat man uns informiert, dass die Landung in der West-Sahara ausfällt. Aus verschiedenen Gründen, z.B. kann man dort kein Wasser auffüllen, da das Schiff auf Reede liegen würde. Dieses Schiff ist VOLL von Länder-Statistikern, ich habe gleich 3 davon an meinem Tisch, aber es gibt hier an Bord sehr viel mehr! All haben diese Kreuzfahrt wegen der Fülle an exotischen Anlaufhäfen gebucht – viele wohl NUR deswegen. Dadurch, dass Brazzaville/Kongo und Bissao/Guinea-Bissao im Vorfeld, ohne Warnung aus dem Programm genommen worden ist, waren schon mal alle (ich auch) grundsätzlich sauer! Jetzt West-Sahara .... Alle freuen sich auf Mauretranien, im Bord-TV laufen abends die Ausflugs-Infos ... aber Uwe unkt schon beim Abendessen, er hat ein schlechtes Gefühl.

 

Und wirklich, wir sollten von 07.00 – 11.00 h in Nouakchott sein, es ist 6.30 h, wir dümpeln vor der Küste und frühstücken. Lautsprecherdurchsage: es ist kein Lotse da und unser Platz an der Pier ist belegt! Wir wären normalerweise ja auch gestern hier gewesen ... Einige Zeit später meldet man sich, der Frachter an der Pier legt ab ....  Kurze Zeit später die nächste Info: der Frachter hat beim Ablegen einen Maschinenschaden gehabt, er legt wieder an der Pier an. Es ist ein bulgarischer Frachter, wir haben Bulgaren unter den Offizieren, man nimmt direkten Kontakt auf ....

 

 Unser Kapitän meldet sich von der Brrrrüggge (nicht ganz so fröhlich wie sonst): die Reparatur kann einige Stunden dauern, da wir ja sowieso nur wenig Zeit haben, wird  die  Anlandung gestrichen, man fährt jetzt mit voller Kraft voraus nach Agadir ....
Daraufhin bricht bei mir am Tisch das Chaos aus ... an anderen Tischen auch!! Ungefähr so muss es sein, wenn eine Meuterei ausbricht! Sämtliche Statistiken sind im Ar...., man fühlt sich verschaukelt – besonders als wir nachrechnen – wenn das Schiff volle Kraft voraus nach Agadir fährt kommt es gegen 13.30 h an, was währe denn mit den gut 3 Stunden Aufenthalt in Noukchott, die jetzt ja wegfallen? Dann wären wir nicht vor 17.00 h in Agadir .... viel zu spät für Ausflüge .....

 

Viele an Bord sind sich sicher – DAS STAND SCHON VORHER FEST ... aber die Show mit Noukchott, samt Info in Salami-Taktik wurde eingelegt, damit die Passagiere für den Regress schlechtere Karten haben! Wildeste Gerüchte kursieren: Phoenix hat die Albatros gekauft und ist deswegen jetzt Pleite .... Die finanzielle Basis war durch den Ausfall der Alexander von Humbold seit Anfang Dezember sowieso desolat, Jeder wurde vorher gewarnt, dass die Albatros ein ganz mieses Schiff ist, auf dass sowieso niemand gehen sollte usw usw.

 

Ich merke, WIE schwer es ist, sich dem Sog der Unzufriedenheit zu entziehen ... Ich bin ja eine Frohnatur ... und ich will einen schönen Urlaub haben! Aber manche Widersprüche fallen mir auch auf. Z. B. dass das Essen dramatisch schlechter geworden ist und die Stimmung der Crew sehr gedrückt ist im Vergleich zum Anfang!

 

Es kommt zu einer Aussprache zwischen Uwe und dem Kapitän und Kreuzfahrtdirektor. Er kotzt sich dort so richtig aus ... danach geht es ihm besser und die Stimmung an unserem Tisch verbessert sich wieder. Am Abend gibt eine Veranstaltung: Gäste-Kabarett ... jeder, der möchte, kann etwas vortragen, vorsingen etc. .... ich habe mir 2 Bonmots gemerkt:

 

Wir lagen vor Mauretanien
Und hatten den Frust an Bord.
Wir schauen verärgert nach drüben
Und siehe, Nouakchott liegt dort ....

 

 

Auf der Albatros, auf der Albatros,
da lebt man komfortabel,
da schmort nicht nur das Fleisch im Topf,
da schmort auch noch das Kabel!

 

 

 

 

Agadir & Taroudant

 

Wir laufen in den Hafen von Agadir, zuerst sehen wir den 8 km langen Strand. Der Ort selbst (heute 800 000 Einwohner) wurde nach einem schweren Erdbeben 1960 komplett neu errichtet. Wir passieren die neue Marina und den Hausberg mit der Zitadelle oben drauf. In die Bergflanke ist auf arabisch geschrieben: Gott – Vaterland – König  .... abends beleuchtet!

 

Im Hafenbecken sind wir knapp zu spät dran, die ‚Costa Marina’, ein griechisches kreuzfahrtschiff schnappt uns um haaresbreite den viel schöneren Platz weg ... Jetzt müssen wir an die allerletzte pier ganz hinten! Wir werden umkreist vom Lotsenboot und einem Bugsierschlepper – totaaal faszinierend, wie der uns in der richtigen Position an die Kaimauer drückt.

 

Am Kai sammeln sich die Taxis, zuerst viele kleine Rote, das sind die ‚Petit Taxis’, dann folgen die hellen  ‚Grande Taxis’ ... alles Mercedesse, schliesslich fahrt die Bus-Armada für uns vor. Die Ausflugsteilnehmer sammeln sich in Grüppchen in der Atlantik-Lounge. Ich habe mich für den Orient entschieden und mache den Ausflug nach Taroudant. Die einzige Alternative wäre eine Stadtroundfahrt in Agadir. Dadurch, dass wir so spät sind – 14.00 h anstatt 09.00 h sind leider keine Tagesausflüge mehr machbar. Das ist besonders schade für die Passagiere, die gerne nach Marrakesch wollten ...

 

Zuerst geht es durch den Grossraum Agadir – Bauboom ohne Ende, Appartments noch und nöcher – aber bald geht es raus aufs Land. Hier ist schon längst der Frühling eingekehrt, der Strassenrand, das Bachland und die kargen Weiden sind überseht von Blumen: ganze Ozeane in gelb ...Butterblumen; dazu – hier und da – roter Klatschmohn ... einfach fantastisch! In der Ferne das Atlas-Gebirge, je näher wir Taroudant kommen (ca 80 km von Agadir), desto mehr sollte vom schneebedeckten Hohen Atlas zu sehen sein ... aber es ist leider diesig.

 

Neben der Strasse ziehen sich jetzt ausgedehnte Plantage mit Arganbäumen, von der Optik könnten es auch Olivenbäume sein .... Diese Arganbäume wachsen nur hier im Süden Marokkos, sonst nirgens auf der Welt. Aus den Nüssen wird ein berühmtes Öl gemacht, das kann man zum Kochen, für kosmetische Zwecke und zum Heilen (z- B. gegen Rheuma) verwenden. Es schmeckt und riecht ein wenig wie Mandelöl, ist aber um ein vielfaches kostbarer (sprich teurer).

 

Bei den Touristen heissen die Bäume nur Ziegenbäume – und das Öl ist dann halt das Ziegenbaumöl  J       Zwischen den tausenden von Bäumen wandern Ziegenhirten mit ihren Herden, die gelenkigen Ziegen kraxeln auf die Bäume und fressen von den Blättern. Wir halten an und finden einen Baum, in dem mindestens 15 Ziegen herumturnen! Leider komplett im Gegenlicht ... und als sich 35 Touristen wit Kameras im Laufschritt dem Baum nähern, springen die Ziegen natürlich in Panik herunter ....          wie schade .........  der Ziegenhirte steht abseits und amüsiert sich!

 

Taroudant ist von einer 6 km langen, völlig intakten Lehm-Stadtmauer umgeben, es wurde als eine kleine Kopie von Marrakesch erbaut. Hier haben so illustre Persönlichkeiten wie Farah Diba und Jaques Chirac ihre Villen ....  Bevotr es in die Stadt hinein geht, wird eine kleine Pause in einer Hotelanlage mitten in einer Orangen-Plantage eingelegt – der Baustil ist maurisch, alles sehr hübsch, gereicht wird als Erfrischung: frisch gepresster, köstlicher Orangensaft oder Minztee ... wie soll man sich da blos entscheiden? Ich stelle mich ganz einfach 2 x an!

 

Wir haben mal wieder einen sehr gut deutsch sprechenden Guide erwischt. Er hat es wahrlich nicht leicht mit uns ... wir werden im Gänsemasch 2 Stunden durch die engen Gassen und Souks von Taroudant geführt ... er mit dem langen Stock und der 5 darauf (wir sind Bus /Gruppe 5) vorne weg, Petra von Phoenix als ‚Lumpensammlerin’ und Antreiberin hinterher! Immer wieder will jemand von uns in einem Geschäft verschwinden und shoppen ... Nichts da ... wir dürfen uns nicht aus den  Augen verlieren   J

 

Das Problem ist, die Händler sind uneinsichtig, und ausser uns sind noch 5 weitere Albatros-Busse hier ... und TUI-Gäste und und und  .... völlig klar, dass das nicht funktioniert .....  Als richtiger Araber hat unser Guide natürlich längst das 5er Schild an einen Gehilfen abgetreten ... so ein Schild zu tragen ist unter seiner Würde  als Guide!!! Der Gehilfe hat so seine Kontakte im Souk – klar, von irgend etwas muss der Junge ja leben .... Petra ist nur noch ein schieres Nervenbündel.

 

Wir sammeln uns an einem Hauptplatz, aber unsere Gruppe ist nur noch in Fragmenten vorhanden .... Guide und Gehilfe sind abhanden gekommen. Ein mitfühlender Minztee-Verkäufer bringt uns zu den Anderen, sie sind gerade in einer Arganöl Kooperative und lassen sich den Ölgewinnungs-Prozess demonstrieren. Als wir wieder herauskommen, ist unser Bus da und alles ist schön .....

 

Ich habe den Spaziergang und das Leben und Treiben sehr genossen, besonders, als der Muezzin zum Gebet rief hatte ich den dringenden Wunsch, hier zu bleiben ... und nicht auf die Albatros zurückzukehren .... nun ja, ein anderes Mal.

 

 

 

 

Waltraut hat sich gemeldet ...

 

Ich gleube nicht, dass ihr die Kommentare mitlesen könnt, sie hatte sich 2 x nett geäussert. Und jetzt kommt es:

 

Waltraut ist die Ehefrau von unserem Kapitän von der Brrrügggge !!!!

 

Ich habe keine Ahnung, wie sie zu meinem Blog gekommen ist! Ausserdem müssen solche Infos natürlich agbecheckt werden – also habe ich gestern abend einen Termin beim Kapitän angefragt. Heute morgen um 9.00 h haben wir uns getroffen – jaaaa  -  in der Tat – seine Frau heisst: Waltraut  J

 

Ich habe ihn ganz lieb gegrüsst und wir haben herzlich gelacht ....

2 Kommentare 14.3.09 11:24, kommentieren

Hallo an ALLE meine Lieben

.. besonders an Waltraut  :-))

 

Die naechsten Texte folgen bald, die Erkaeltung hat mich heftigst getroffen, ich bin etwas lustlos ...

Gestern Agadir und der Ausflug nach Tarudant waren sehr schoen, die Stimmung hier auf dem Schiff steigt wieder !!!

 

Jetzt muss ich ganz schnell zum Computer-Kurs, die 8. Sitzung

 

ganz, ganz toll - ich moechte NICHT  verpassen

 

Knuddelbussis fuer EUCH ALLE  -  Eure Christiane

13.3.09 17:25, kommentieren

.. es bleibt spannend ....

Heute frueh die Anlandung in Mauretanien storniert, man rottet sich zusammen um Sammelklagen gegen Phoenix einzureichen!! Mein Tisch will heute abendaus Protest  in einfacher Kleidung  erscheinen, obwohl "Buffet Magnifique" und Abendgarderobe angesagt ist !!!!

 

Hilfe, WER IST WALTRAUD  ????

Ich habe eine sehr iebe Zuschrift bekommen, aber von wem ????

 

Bussi

Eure Christiane

1 Kommentar 10.3.09 16:30, kommentieren

Hier meine Lieblingszuschrift der letzten Tage :-))

hallo du superpuschel

das mit dem feuer fangen...das war doch mit autos und dafür I. und ich zuständig, am schiff...das war mit untergehen und alle mädels!! also bitte bring jetzt mal nix durcheinander und werd mir bloß nicht zum grillhendl auf der albatros! dieser verlust ware nicht zu ertragen!!!! was mir nochnicht klar ist, ist der ablauf der programme, bzw der hafen...dchte es gibt da ein festes programm..aber anscheinend ist das nicht so...wenn die nur alle 5 oder 10 jahre so einen hafen anlaufen...kapier ich nicht. wie soll man denn dannbuchen, wenn man nicht weiß wohin man kommt? das erklarst mir mal live am phone bei ruckkehr. da du ja den ganzen kontinent leerkaufst wird dein auto ganz schon zu schnaufen haben am heimweg...und du erst, w enn das in die wohnung muss....lach dein afrikazimmer wird uberquellen... mach weiter so...es ist mein superpuschel wie es leibt und lebt dickes afrikanisches, nicht brennbares, druckerchen aus neuhaus, wo es wieder schneeregnet und saukalt ist.

R.

1 Kommentar 10.3.09 16:27, kommentieren

Senegal

Dakar – Senegal Ich werde von einem lauten schlürfend-schmatzenden Geräusch aus dem Schlaf gerissen! Was war DAS denn jetzt? Es ist eigentlich noch dunkel, aber gelbes Licht dringt durch die Bullaugen in meine Kabine .... Richtig, das stand ja im Tagesprogramm: Es ist vorgesehen, dass die MS Albatros in der Nacht zu 08.03. an einer Bunker-Pier vor Dakar Treibstoff aufnimmt. Im Anschluss daran wird die MS Albatros den vorgesehenen Liegeplatz für unseren Aufenthalt in Dakar einnehmen. Ok, ich drehe mich um und schlafe weiter. Als ich gerade zum Frühstück will, meldet sich der Kapitän von der Brrrüggge: Wir sind immer noch an der Bunkerpier, die Pumpe zur Übernahme des Treibstoffes funktioniert nicht ... an Land ... wir sollen schön langsam und in Ruhe frühstücken und auf weitere Anweisungen warten ... Na, bravo – da hätte ich mir also gar nicht den Wecker stellen brauchen!!! Jetzt, nach 5 Wochen auf Reisen ... und wo die Klimaanlage nicht arbeitet, genau jetzt habe ich eine Erkältung!!! Dabei gehen meine Hustenbonbon-Vorräte langsam zur Neige. Als ich am Frühstückstisch sitze kommt die nächste Meldung: man hat die Hafenarbeiter mit neuen Overalls ausgestattet und ihnen ein kräftiges Frühstück serviert ... siehe da, die Pumpe läuft ganz plötzlich und unerwartet! Ausserdem hat man sich in zähen Verhandlungen mit den Behörden geeinigt, das Schiff HIER zum Landgang frei zugeben und alle Ausflugsbusse hierher zu beordern ... ein logistischer Kraftakt in Afrika ... aber die Ausflüge beginnen mit nur etwa 45 minütiger Verspätung! Stadtrundfahrt . Ich mache die grosse Stadtrundfahrt und habe mit der Führerin das grosse Los gezogen! Sie ist eine Woloff und heisst Aua  das schreibt sich Awa und bedeutet Eva. Sie ist eine junge, hübsche Frau ... und wir können nicht glauben, dass sie 5 Kinder hat und ihr Älteseter gerade Abi macht. Der Lautsprecher des recht guten Busses funktioniert einwandfrei und Awas Deutsch ist exquisit! Sie ist Gymnasial-Lehrerin für Deutsch an einer Schule in .... . Sie berichtet über die Unterstützung, die sich in Afrika Familienmitglieder untereinander gewähren: ihr Sohn wird bei seinem Onkel in Dakar wohnen, wenn er hier studiert – ihr Onkel hat während seines Studiums bei ihrem Vater gewohnt ... der war Schuldirektor und hatte so viele Gaststudenten bei sich aufgenommen, dass man nachts Matratzen in den Klassenräumen hatte, die hätten gar nicht alle in sein Haus gepasst. Wir fangen an mit dem Bahnhof, ein wunderbares Jugendstil-Gebäude, leider fahren keine Züge mehr, der Zugverkehr im Senegal ist eingestellt! Als nächstes kommt die Place de l’Independence, umringt von schönen Hotels, Banken und Regierungsgebäuden. Im Gegensatz zu den anderen Städten Westafrikas macht Dakar einen sehr gepflegten, urbanen Eindruck. In der Kathedrale findet gerade eine Messe statt, deswegen können wir sie nur von aussen besichtigen. Wir halten am Palast des Präsidenten, ein fescher Soldat un roter Uniform hält Wache. Jetzt fahren wir an einigen Märkten vorbei, aber es ist Sonntag, da ist nichts los. Wir besuchen eine Galerie mit Sandgemälden (aus denn verschiedenfarbigen Sänden des Landes) und einen Handwerker-Markt ... aber ich habe mich langsam satt gesehen an den ganzen Masken usw. Sehr schön ist die grosse Moschee, ein Geschenk des marokkanischen Königs. Wir fahren entlang der Universität, durchqueren das Villenviertel und kommen zur Corniche. Im Hotel ....bekommen wir eine Stärkung, ich trinke zum ersten Mal Baobab-Frucht-Saft ... lecker. Unser letzter Stopp ist die Jugendstil-Markthalle, leider ist der Blumenmarkt schon vorbei. Rundum zufrieden und voller neuer Infos kommen wir zurück zum Schiff. Beim Essen erzählen die an Bord gebliebenen die nette Story: der Kapitän hätte erzählt, die Rechnung für den Treibstoff hat mehr Treibstoff aufgeführt,, als der Tank überhaupt fasst! Dabei war der Tank ja längst nicht leer  Die Verhandlungen hierüber laufen noch! Während einer kleinen Siesta merke ich, dass die Klimaanlage wieder funktioniert, mir ist so kalt, dass ich einen Pullover überziehe .... ist das jetzt die Erkältung oder die Klimaanlage?? Ich mache mir einen gemütlichen Nachmittag an Bord, da Sonntag ist, ist in Dakar sowieso nichts los. Die Sklaven-Insel Goree Goree liegt ungefähr 3 km vor Dakar, es fahren täglich mehrere Fähren. Die Insel ist seit einigen Jahren Weltkulturerbe der UNESCO und der Ausflug lohnt sich. Der Fährableger ist nicht weit von unserer Alabatros und wir sind in 3 Gruppen aufgeteilt, damit es sich etwas verläuft auf der Insel. Zuerst besichtigen wir das Sklavenhaus-Museum mit der berühmten ‚Tür ohne Wiederkehr’; hier wurden jahrhundertelang die Sklaven aus ganz Westafrika für den Transport nach Übersee, sprich Amerika gesammelt. Angekettet am Hals und an den Füssen waren die Enge und die hygienischen Verhältnisse entsetzlich, an Bord der Schiffe war es dann noch viel schlimmer! Nur etwa 10 – 15 % der ‚Fracht’ hat die Überfahrt überlebt!!! Die wenigen Überlebenden bekamen dann neue Namen, je nach Ziel englische, französische, holländische, portugiesische oder spanische. Danach kraxeln wir auf die Zitadelle, ein monumentaler Felsblock, der von Kanonen gekrönt ist. Hier steht auch ein mopdernes Denkmal. Der Weg hinauf ist gesäumt von Souvenirhändlern mit Masken, Halskette, Stoffen und Gemälden .... aber wir sind ja seit Tagen schon gut versorgt. Hier auf der Insel geht es beschaulich zu, die alten Häuser sind zum teil renoveirt, zum Teil recht verfallen – aber von Bougainvillen in pinkrotorangegelb überwuchert. Dazwischen Esel, Ziegen, Rinder, Hühner .... Wäsche baumelt malerisch von vielen Leinen, rotznasige Kinder wuseln und die Frauen in ihren wunderbaren Gewändern ... ich kann mich mal wieder nicht satt sehen und hole aus dem Akku meiner Kamera das Letzte heraus ... Leider ist der Zeitakku in der Handtasche leer !!!! WIE konnte DAS passieren??? Aber etwa 140 Fotos habe ich in den 3 Stunden auf der Insel geknipst, das sollte doch reichen .... Bevor es mit der Fähre zurück geht, machen wir alle noch einen kleinen Stopp am Hafen – wir bekommen Wasser-Saft-Bier-Cola-Limo, dazu gibt es Oliven und Erdnüsse. Es ist ja auch inzwischen 14.00 h. Ich nicke doch glatt auf unserer ‚Chaluppe’ ein  Als wir dann um kurz vor 3 auf der Albatros eintrudeln hat das Restaurant extra auf uns gewartet, wir bekommen noch Mittagessen Um !6.00 h meldet sich unser Kapitän von der Brrrrüggge: gleich kommt der Lotse und wir verlassen Dakar mit Kurs auf Nouakchott in Mauretanien. Der Generator arbeitet zwar nicht, aber es wurde alles abgeklärt und wir können beruhigt losfahren

1 Kommentar 9.3.09 18:16, kommentieren